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Energieversorgung in Vietnam

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Die Stromversorgung ist heute in fast allen Provinzen des südostasiatischen Landes gesichert. Das Land bietet gute Voraussetzungen für die Entwicklung seines Energiemarktes. So sehen es auch die Verantwortlichen der Regierung und messen der Entwicklung des Energiesektors ihres Landes sehr hohe Priorität bei. Dementsprechend wurde ein langfristiger Energieplan bis 2020 angefertigt, laut dem das Land über rund 25 bis 30 Mio. t Steinkohle (davon 6-8 Mio. t für die Stromerzeugung), 25-30 Mio. t Erdöl, 15-30 Mrd. m³ Erdgas (davon 12 Mrd. m³ für die Stromerzeugung) verfügt. Zusätzlich sollen in den Wasserkraftwerken 50-60 Mrd. kWh Strom gewonnen werden. Außerdem verfügt das südostasiatische Land über Uranvorkommen, aus denen ebenfalls Energie erzeugt werden kann.

 


Weitere Möglichkeiten zur Gewinnung von Energien sind die Energiequellen, beispielsweise die Biomassen-, Wind- und Solarenergie. Um den Bedarf des stetigen Wachstums der Wirtschaft und der Bevölkerung zu decken, muss der Energiesektor laut der Energiebehörde jährlich um 7 % mehr Strom erzeugen. Bis Ende 2002 betrug die gesamte Kapazität der Kraftwerke in Vietnam 6.281 MW. Davon entfielen 53,2 % auf Wasserkraftwerke, 13,5 % auf Öl- und Gaskraftwerke, 18,3 % auf Kohlenkraftwerke und 6,3 % auf dieselbetriebene Generatoren. Die restlichen 8,7 % stammten aus privaten Energieproduzenten. Um den Strombedarf des Landes zu decken, wurden in den letzten Jahren das Stromübertragungs- und Verteilungssystem streckenweise modernisiert und erweitert.


Der vietnamesischen Regierung fehlt es nach wie vor an finanziellen Mitteln, um ihren Energiesektor auszubauen. Aus diesem Grund fördert der Staat Investitionen im Energiesektor. Bisher werden die meisten Investitionen für diesen Sektor durch Kredite von internationalen Finanzierungsorganisationen und Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen wie der Weltbank, Asian Development Bank (ADB) und Japan Bank for International Cooperation (JBIC) finanziert. Trotz Privatisierung anderer Bereiche will die Regierung nach wie vor an der Electricity of Vietnam (EVN) festhalten.


Ausländische Investoren dürfen bisher nur beim Projektbau oder bei der Lieferung von Maschinen und Ausrüstungen aktiv mitwirken. Nun hat die vietnamesische Regierung erkannt, dass ohne private Finanzierungsquellen die im Generalplan der Energieentwicklung V gesteckten Ziele nur schwer realisierbar sind. Sie bietet deshalb ausländischen Investoren verschiedene Investitionsformen an, wie Joint Ventures, 100%ige Tochtergesellschaften und Kooperationen.


Aufgrund der Unübersichtlichkeit der internen Abläufe im Energiesektor zögern viele ausländische Investoren noch vor Investitionen. Letztes Jahr im September 2007 konnte Vietnam einen wichtigen ausländischen Investor dafür gewinnen, nämlich die Tschechische Republik, die einen Vertrag mit der Investitionssumme von 3 Mrd. US-Dollar für den Bau eines Kraftwerks im Südvietnam bei dem vietnamesischen Premierminister unterschrieb.

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Aktualisiert ( Donnerstag, den 18. Februar 2010 um 00:07 Uhr )